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der DAGG.INVEST Vermögensverwaltung

Wie gelingt der Vermögenstransfer an die nächste Generation, ohne sie zu überfordern?

Rechtlich lässt sich eine Vermögensübergabe meist sauber lösen. Schwieriger ist die Frage, ob die nächste Generation mit dieser Verantwortung auch etwas anfangen kann. Ein Blick auf den Generationendialog als eigenständige Aufgabe — mit einer Praxiskonstellation aus einer Unternehmerfamilie.

Ein Unternehmer, Ende sechzig, sitzt nach dem Verkauf seines Betriebs am Küchentisch und überlegt, wie er seinen beiden Kindern erklären soll, was jetzt eigentlich mit dem Geld passiert. Nicht die Zahl macht ihm dabei Sorgen. Es ist die Frage, ob seine Kinder mit dieser Verantwortung überhaupt schon etwas anfangen können.

Der Vermögenstransfer gelingt, wenn er nicht als einmaliger Rechtsakt behandelt wird, sondern als Prozess mit mehreren Etappen. Entscheidend ist dabei weniger die juristische Konstruktion. Entscheidend ist der Dialog, der sie begleitet. Die nächste Generation braucht Zeit, Informationen und eigene Entscheidungserfahrung, bevor Verantwortung tatsächlich übergeht. Wer diesen Dialog auslässt, überträgt am Ende Vermögen, aber keine Handlungsfähigkeit.

Warum die rechtliche Übertragung allein nicht reicht

Erbfolge und Schenkungssteuer sind lösbare Fragen. Steuerberater und Notare kennen die Instrumente, und in der Strukturierungsphase vor einem Übergabe-Ereignis wird meist ohnehin schon eine Struktur angelegt, die spätere Übertragungen erleichtert. Was in dieser Planung häufig fehlt, ist eine Antwort auf eine andere Frage: Ist die nächste Generation in der Lage, mit dem Vermögen umzugehen, das sie erbt?

Ein Unternehmen wird über Jahre erlernt, durch Mitarbeit, durch Fehler, durch wachsende Verantwortung. Ein Wertpapierdepot oder eine Familienholding wird oft an einem einzigen Tag übergeben, ohne vergleichbare Vorbereitung. Bei vielen Unternehmerfamilien entsteht daraus eine Sorge, die selten ausgesprochen wird: dass die Kinder mit dem Vermögen überfordert sein könnten, oder dass es innerhalb der Familie unterschiedliche Erwartungen gibt, über die nie gesprochen wurde.

Der Generationendialog als eigenständiges Thema

Ein Generationendialog beginnt nicht mit der Verteilung von Anteilen, sondern mit drei Schritten.

Gemeinsames Verständnis herstellen. Was gehört zum Vermögen, wie ist es strukturiert, welche Verpflichtungen sind damit verbunden? Der nächsten Generation sind diese Informationen oft nur bruchstückhaft bekannt. Selten aus Misstrauen. Meist, weil es nie einen passenden Rahmen dafür gab.

Verantwortung stufenweise übertragen. Statt eines einzelnen Übergabemoments hilft ein abgestufter Prozess: erst Mitsprache bei kleineren Entscheidungen, dann Teilverantwortung, am Ende die vollständige Übertragung. Ähnlich wie viele Unternehmer selbst einmal ins eigene Unternehmen hineingewachsen sind.

Einen festen Rhythmus etablieren. Familiengespräche zu Vermögensfragen entstehen selten spontan. Ein vorab vereinbarter Termin, etwa einmal im Jahr, nimmt dem Thema die Schwere eines Sonderereignisses und macht es zu einem normalen Teil des Familienlebens.

Eine Konstellation aus der Praxis

Eine Unternehmerfamilie mit zwei erwachsenen Kindern stand nach dem Verkauf des eigenen Betriebs vor der Frage, wie das Vermögen weitergegeben werden sollte. Die Eltern hatten das Thema lange vor sich hergeschoben. Bei einem der beiden Kinder kam eine zusätzliche Sorge hinzu: Es hatte schon als junger Erwachsener öfter mehr ausgegeben, als es sich leisten konnte, und war finanziell nie besonders vorausschauend. Die Eltern fragten sich, ob ein größerer Vermögensanteil in diesem Fall nicht schlicht verbraucht würde, statt zu tragen.

Ein erster Versuch, mit beiden Kindern gleichzeitig über die geplante Struktur zu sprechen, machte die Spannung nur deutlicher. Das eine Kind wollte konkrete Zahlen und Verantwortung, das andere reagierte ausweichend und wechselte schnell das Thema. Die Eltern zogen sich danach zurück, aus Sorge, mit direkter Kritik am Ausgabeverhalten mehr zu beschädigen als zu klären.

Der Ausweg lag darin, das Ausgabeverhalten nicht zum Ausgangspunkt des Gesprächs zu machen, sondern die Struktur selbst so zu gestalten, dass Verantwortung schrittweise wächst. Für das Kind mit der geringeren finanziellen Erfahrung bedeutete das zunächst einen kleineren, klar abgegrenzten Betrag mit eigener Entscheidungshoheit, während der größere Teil zunächst in einer gemeinsamen Struktur blieb. Kein Misstrauensvotum, sondern ein Rahmen, in dem sich finanzielle Eigenverantwortung erst entwickeln konnte, bevor mehr davon abhing. Nach einiger Zeit zeigte sich, ob und wie sich der Umgang mit Geld veränderte, und die Struktur wurde entsprechend angepasst. Für die Eltern war das der entscheidende Unterschied: nicht vorab zu urteilen, sondern einen Prozess zu haben, der beiden Kindern gerecht wurde.

Was das für die Begleitung durch DAGG.INVEST bedeutet

Ein Generationendialog lässt sich nicht isoliert beauftragen. Er ist Teil einer Begleitung, die über das Portfolio hinaus mitdenkt: Familiengespräche moderieren, wo gewünscht. Informationen so aufbereiten, dass sie auch für die nächste Generation verständlich sind, ohne belehrend zu wirken. Kontinuität sicherstellen, wenn eine Übergabe über mehrere Jahre läuft, statt an einem einzelnen Stichtag zu enden.

Für Mandanten in der Bewahren-Phase ist das oft die eigentliche Aufgabe. Nicht mehr die einmalige Strukturentscheidung wie beim Übergabe-Moment, sondern die laufende Pflege eines Vermögens, das mehrere Generationen tragen soll. Fachlich und zwischenmenschlich.

Wenn diese Fragen in Ihrer eigenen Familie noch offen sind, ist ein Erstgespräch ein naheliegender Ausgangspunkt, um zu klären, wo Sie stehen und welcher nächste Schritt sinnvoll ist.

Maximilian Worm

Als Finanzberater bei der DAGG.INVEST GmbH führe ich meine Mandanten durch die komplexe Welt der Kapitalmärkte. Während meines Studiums wurde mir bewusst, dass viele uninformierte Anleger den Tücken der Märkte zum Opfer fallen. Mein Ziel ist es, sie mit Wissen und Planung in ihren finanziellen Zielen zu unterstützen.

Offenlegung: Alle Beiträge dienen der Werbung. Keiner der Inhalte dieses Internetauftritts stellt eine Anlageberatung, Finanzanalyse oder ein Angebot bzw. eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf eines Vertrags oder Wertpapieres dar.

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